Die Fläche verdankt ihr Wahrgenommen werden des farblichen oder tonalen Inhalts, der sie ausfüllt und dadurch als geometrisches Individuum aus ihrer Umgebung herauslöst. So wie das Wort die Stille braucht um gehört zu werden, braucht die Fläche den farblichen Antagonismus. Sie bezieht ihre sichtbare Existenz aus eben diesem Gegensatz und erschafft sich damit selbst. Erst die quantitative Steigerung führt möglicherweise zu einer Art Flächenmenge, zu jener lokalen Verdichtung, aus der heraus wiederum eine Fläche mit völlig neuem Sinngehalt erwächst. Die Fantasie nimmt das Gefühl an die Hand. Als Verbündete erkunden sie gemeinsam diese Flächen und machen sich auf den Weg in eine neue Wirklichkeit. Sehen und Fühlen geben der Fläche eine weitere, eine dritte Dimension, die nicht Raum heißt, sondern Erleben. Wir begeben uns auf ein emotionales Abenteuer mit offenem Ausgang.
Zeit absitzen, Zeit vertun, das schlechte Gewissen beruhigen (weil man Zeit sinnentleert und ignoriert), nach dem Irgendwas suchen, Erklärungen aufsammeln. Aushalten, dass das Jetzt schon wieder war und trotzdem bleibt. Entgegenkommende mit der Zeit verwechseln, sie kommen aus der Vergangenheit, die in meiner Richtung Zukunft ist. Das Jetzt ist das Gute, ist das Schlechte, ist die Katastrophe, ist das Ende und nimmt alles mit um sich ein Denkmal aus Vergangenheit zu formen. Zeit, unfassbar und immer in Bewegung wird sie niemals müde voranzuschreiten auf der Spur, die hinter ihr Erinnerung heißt.